Chancenwerkstatt

Mit dem Start unserer Schule in das Startchancenprogramm haben wir einen wichtigen Schritt in unserer Schulentwicklung gemacht. Aus unserer bisherigen Inklusionskonferenz, in der wir bislang Schulentwicklung angetrieben haben, ist dabei die Chancenwerkstatt entstanden – ein erweitertes Gremium, das die Weiterentwicklung unserer Schule aktiv gestaltet.

In der Chancenwerkstatt arbeiten Vertreter*innen aus allen Bereichen unserer Schulgemeinschaft zusammen: Lehrkräfte, pädagogische Mitarbeitende, Schulleitung sowie Eltern und Kinder. Gemeinsam nehmen wir die Herausforderungen und Chancen unserer Schule in den Blick und entwickeln konkrete Ideen für die Zukunft.

Im Mittelpunkt stehen dabei zentrale Themen wie die Stärkung der Elternarbeit, die Gestaltung eines gelingenden Übergangs von der Kita in die Schule (Vorschularbeit) sowie die Weiterentwicklung unserer pädagogischen Professionalität. Ziel ist es, unsere Schule so zu gestalten, dass alle Kinder bestmöglich gefördert und begleitet werden.

Die Chancenwerkstatt versteht sich als Nachfolger der Inklusionskonferenz ebenso als offenes, partizipatives Forum: Hier werden Ideen gesammelt, diskutiert und weiterentwickelt. Die Ergebnisse werden transparent gemacht und fließen in die konkrete Schulentwicklung ein.

So arbeiten wir gemeinsam daran, unsere Schule zu einem Ort zu machen, an dem Chancen entstehen und genutzt werden.

Unsere Chancenwerkstatt trägt ein großes Erbe. So wurde in unserer Inklusionskonferenz die Schule auf völlig neue Fundamente und Säulen gestellt. Die wichtigste Fortsetzung ist die jährliche Befragung einer Gruppe unserer Schulgemeinde. Im Schuljahr 2025/26 werden die Kinder unserer Schule befragt. In unseren Sitzungen setzen wir uns mit den Ergebnissen auseinander und geben uns große Mühe, unseren Umgang jeweils so anzupassen, dass sich alle wohl fühlen und gut lernen können.

Und weil dieses Gremium der Nachfolger unserer Inklusionskonferenzen ist, haben wir hier die Vorarbeit beschrieben und aufbewahrt:

Inklusionskonferenzen

Unsere Inklusionsgruppe betreibt aktive Schulentwicklung im Sinne der Inklusion. Der Index für Inklusion stellt die Arbeitsgrundlage für die Inklusionsgruppe dar.

Zusammensetzung der Inklusionsgruppe

Das Inklusionsteam setzt sich zusammen aus Mitgliedern aller Gruppen, die an der Kettelerschule beteiligt sind: SchülerInnen, Eltern, Lehrer, Erzieher, Leitung  sowie VertreterInnen weiterer Berufsgruppen. Die Inklusionsgruppe versteht sich als offen arbeitende Gruppe, an der Interessierte der Schulgemeinde teilnehmen können.

Die Schulleitung, die pädagogische Leitung der OGS und der Inklusionsbeauftragte sind gesetzte Mitglieder des Inklusionsteams. Alle anderen Beteiligten werden in ihren jeweiligen Gruppen (Kinder im ersten Kinderparlament des Schuljahres, Eltern in der ersten Schulpflegschaftssitzung, Erzieher in den Teamtagen in den Sommerferien und Lehrer in der ersten Lehrerkonferenz) gewählt. Bei den Neuwahlen scheidet ein Vertreter aus und ein neuer wird für zwei Jahre gewählt.

Alle Gremien sollten einen neuen Vertreter für zwei Jahre wählen, damit eine Kontinuität gewährleistet werden kann. Es ist wünschenswert, dass für eventuelle Ausfälle Vertreter für die Inklusionsgruppe gewählt werden. Die Wahl für einen Vertreter muss entweder in einem geeigneten Gremium (Lehrerkonferenz, Schulpflegschaftssitzung o.ä.) oder in der Inklusionsgruppe selbst bestätigt werden.

Hat ein Mitglied der Inklusionsgruppe zwei Jahre „Amtszeit“ absolviert, muss sein Platz zur Wahl angeboten werden. Eine Wiederwahl ist möglich.

Organisatorischer Rahmen

Die Inklusionstreffen der Kettelerschule finden dreimal jährlich statt. Die Termine werden im Rahmen der Terminplanung durch die Schulleitung festgelegt und jeweils für ein halbes Jahr im Voraus allen Beteiligten zur Verfügung gestellt. Es werden vier Termine eingetragen, um einen möglichen Terminausfall auffangen zu können. Die Inklusionssitzungen werden in einem gemeinsamen Vorbereitungstreffen von Schulleitung, Inklusionsbeauftragten sowie weiteren Inklusionsgruppenmitgliedern gemeinsam vorbereitet. Diese Vorbereitung findet so rechtzeitig vor einer Inklusionssitzung statt, dass eine Einladung ungefähr zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn ausgesprochen werden kann. Die Einladungen werden schriftlich oder über einen E-Mail-Verteiler ausgesprochen. Wer verhindert ist, informiert den Inklusionsbeauftragten hierüber rechtzeitig.

Die Schulleitung ist verantwortlich, dass ein adäquater Raum (i.d.R. Konferenzraum) und alle benötigten Arbeitsmaterialien (Flipchart, Moderatorenkoffer etc.) zur Verfügung stehen.

Die Treffen werden durch den Inklusionsbeauftragten, die Schulleitung und weitere Mitglieder der Inklusionsgruppe verantwortlich vorbereitet. Dazu gehören die Einladung zum Inklusionstreffen sowie die Planung des Tagesablaufes. Ggf. findet diese Unterstützung im Wechsel statt. Sollte der Inklusionsbeauftragte verhindert sein, übernimmt die Schulleitung die Organisation und Moderation der Inklusionssitzung und fungiert ggf. als Ansprechpartner für den weiteren Moderator.

Beschlussfähigkeit

Demokratische Entscheidungen in der Inklusionsgruppe haben verbindlichen Charakter. Die Schulleitung prüft hierzu ggf. den rechtlichen Rahmen und informiert diesbezüglich in aktuellen Angelegenheiten. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig. Grundsätzlich soll angestrebt werden, bei Entscheidungen mit allen Beteiligten gemeinsam einen Konsens zu finden. Alle Beschlüsse, Ergebnisse und Inhalte der Inklusionssitzungen werden protokolliert und der Schulgemeinde in den verschiedenen Gremien bekannt gemacht.

Inklusionssitzungen

Gebildete Arbeitsgruppen berichten über aktuelle Ergebnisse, Fortschritte oder Schwierigkeiten. In diesem Rahmen kann über mögliche Unterstützungen beraten werden, um die Projekte voranzutreiben.

Die Arbeit mit dem Index ist regelmäßiger und zentraler Baustein in der Inklusionsgruppe. Um weitere Arbeitsschwerpunkte gemeinsam zu erörtern, werden gemeinsam Fragen aus dem Index gesucht und demokratisch gewählt. Ein System zur vereinfachten Themenfindung wurde vorgestellt und hat sich als mögliche Vorgehensweise während einer Sitzung bewährt.

Die Inklusionsgruppe versteht sich als offene Gruppe. Das bedeutet nicht, dass kommen kann wer will. Einladungen können gemeinsam ausgesprochen und Experten zu bestimmten Themen eingeladen werden. Die Mitglieder der Inklusionsgruppe sind für die Öffnung in der Art verantwortlich, dass sie die Projekte in den verschiedenen Gremien präsentieren, Feedback einholen, Unterstützung sichern, Arbeitsgruppen bilden und die gemeinsamen Beschlüsse aus der Inklusionsgruppe umsetzen.

Inhaltlich wird jeweils in einer Sitzung miteinander geplant, welche Inhalte in der kommenden Sitzung bearbeitet werden sollen und wer für welche Aufgabenbereiche verantwortlich ist.

Folgende Themengebiete haben sich als wiederkehrende Bausteine in den Inklusionsgruppen etabliert:

  • Berichte der inklusiven Arbeitsgemeinschaften und Festlegung diesbezügliche Verantwortlichkeiten
  • Präsentation der Umfrageergebnisse von Kindern, Eltern und MitarbeiterInnen im jährlichen Wechsel
  • Arbeiten mit dem Index für Inklusion – Präsentation des Index, Durchführung von Frageauswahlverfahren und Bearbeitung konkreter Indexfragen
  • Aktuelle Themen