Unsere Kettelerkinder bleiben mehrere Jahre in ihrer Lernfamilie. Dadurch erleben sie eine besondere Entwicklung: Sie wachsen Schritt für Schritt in ihre Rolle innerhalb der Gemeinschaft hinein.
Zu Beginn kommen die meisten Kinder als Schulanfänger*innen in die Lernfamilie. Vieles ist neu: die Räume, die Abläufe, das Lernen in der Schule. Die älteren Kinder helfen ihnen dabei, sich zu orientieren und im Schulalltag anzukommen.
Mit der Zeit werden die Kinder sicherer und selbstständiger. Sie kennen die Regeln, verstehen die Arbeitsformen und übernehmen immer mehr Verantwortung.
Nach einigen Jahren gehören sie schließlich selbst zu den älteren Kindern der Lernfamilie. Nun können sie ihre Erfahrungen weitergeben und jüngere Kinder unterstützen – zum Beispiel als Pat*innen für die neuen Erstklässler*innen.
So entsteht ein natürlicher Kreislauf:
Kinder wachsen in der Lernfamilie auf, übernehmen Verantwortung und geben ihre Erfahrungen an die nächsten Kinder weiter.
Warum Lernfamilien besonders viel Sicherheit geben
Kinder brauchen für erfolgreiches Lernen vor allem eines: Verlässlichkeit und eine stabile Gemeinschaft. Genau das bieten unsere Lernfamilien.
Die Kinder bleiben mehrere Jahre in ihrer Lernfamilie zusammen. Dadurch entstehen feste Beziehungen – zu den anderen Kindern und zu den Erwachsenen, die die Gruppe begleiten.
Die Lernfamilie gibt den Kindern Sicherheit, weil:
- die Gruppe über mehrere Jahre bestehen bleibt
- die Kinder ihre Mitschülerinnen und Mitschüler gut kennenlernen
- ältere Kinder den jüngeren Orientierung geben
- Regeln, Rituale und Abläufe vertraut werden
- jedes Kind seinen Platz in der Gemeinschaft findet
Gerade für Schulanfänger ist diese Struktur besonders hilfreich. Sie erleben von Anfang an, dass sie nicht allein sind. Ältere Kinder unterstützen sie im Alltag und helfen ihnen, sich in der Schule zurechtzufinden.
So entsteht Schritt für Schritt eine vertrauensvolle Lernumgebung, in der Kinder sich sicher fühlen und mit Freude lernen können.









